Bei einem großen Spielfilm, der fürs Kino gedreht wird, kommen unweigerlich mehr Kameraleute zum Einsatz, als bei einem kleineren Projekt. Allerdings war es aufgrund der Vielzahl der Aufgaben und der dadurch bedingten vielen Personen, die am Drehort anwesend sein mussten, bisher mit einem kleinen Budget kaum möglich, einen Film jedweder Art zu drehen. Dieses Bild hat sich seit der Entdeckung der digitalen Videoproduktion jedoch deutlich gewandelt.
Statt eines bildgestaltenden Kameramanns, eines Schwenkers, einigen Assistenten und Beleuchtungs-, sowie Tontechnikern, müssen heute oft nur noch ein bis zwei Kameraleute vor Ort sein, um einen Film zu drehen. Die digitale Videoproduktion ermöglicht es, mit wenig Aufwand gute Videos zu produzieren. Diese sind auch im Kostenbereich um einiges günstiger, als professionelle Spielfilme, die gedreht werden. Selbst ein Kamerateam, das aus nur einer Person besteht, ist möglich.
Dessen Einsatz ist beispielsweise sinnvoll, wenn in Unternehmen gedreht werden soll. Der Betriebsablauf sollte natürlich nicht gestört werden, weshalb es von Bedeutung ist, dass hier möglichst wenige Kameraleute vor Ort sind. Denn je mehr Menschen durch die Werkshallen laufen, für die richtige Beleuchtung und Co. sorgen, umso stärker wird auch der Alltag beeinflusst. Eine authentische Berichterstattung, die mit der Realität zu tun hat, ist dann nicht mehr möglich.
Auch aus diesem Grunde entscheiden sich immer mehr Unternehmen, ihre Imagefilme mit Hilfe der digitalen Videoproduktion und einem Ein-Mann-Kamerateam erstellen zu lassen. Die Kostengründe sind zwar oft Hauptentscheidungsfaktor, doch entstehen durch gestörte Betriebsabläufe ebenfalls nicht unerhebliche Kosten, die zu beachten sind.