Bei großen Spielfilmproduktionen werden häufig zwei Kamerateams eingesetzt. Das erste Kamerateam, das häufig aus einem Schwenker, einem Bildgestalter, einem ersten und zweiten Kameraassistenten, sowie weiteren Personen für die Standfotografie und das Befestigungsequipment, besteht, kann so entlastet werden. Allerdings kosten mehrere Kamerateams bei einer Filmproduktion auch recht viel Geld. So werden im Fernsehen meist nur noch zwei bis drei Mitarbeiter für die Kameraarbeit eingeteilt, einige Videoproducer oder Videojournalisten sind sogar für die Kameraführung, Bild, Ton und die Recherche, sowie das Erstellen der redaktionellen Beiträge zuständig.
Aufgrund der modernen Technik müssen heute auch bei kleineren Imagefilmproduktionen und ähnlichem nicht mehr so viele Kamerateams zum Einsatz kommen. Eine seriöse und professionelle Filmproduktionsfirma wird meist Imagefilme mit nur einem Kameramann drehen. Das hat nicht nur aus Kostengründen erhebliche Vorteile, sondern genauso für die Dreharbeiten selbst.
Bei einem Imagefilm geht es darum, das Unternehmen möglichst authentisch darzustellen. Sind mehrere Kamerateams mit vielleicht fünf oder sechs Leuten vor Ort, so wird eine authentische Darstellung kaum mehr möglich sein. Ist jedoch nur ein Ein-Mann-Kamerateam vor Ort, so werden die Abläufe bei den Arbeiten im Unternehmen nicht großartig gestört und eine sehr realistische Darstellung kann erfolgen. Selbstverständlich sollten solche Kameraleute nicht nur die Kamera bedienen können, sondern sich auch mit Licht und Ton auskennen. Seriöse Filmproduktionsfirmen setzen deshalb nur gut ausgebildete Fachkräfte als Ein-Mann-Kamerateam ein, die zudem ständig weiter gebildet werden, um so eine höchstmögliche Qualität zu günstigen Kosten zu erhalten.